Robo-BioRübe MV

Die Cosun Beet Company Anklam plant, ab 2023 erstmals ökologisch angebaute Zuckerrüben in Anklam zu Bio-Zucker zu verarbeiten, um die Wertschöpfungskette der Rübe zu verbessern und auf eine nachhaltige Entwicklung des Standorts einzuzahlen. Das Interesse am Bio-Rübenanbau steigt stetig, jedoch stellt die Beikrautkontrolle eine große Herausforderung dar. Die mechanischen Hackgeräte, die im Bio-Anbau vorwiegend eingesetzt werden, entfernen Beikräuter derzeit lediglich zwischen den Zuckerrübenreihen. Innerhalb der Rübenreihe erfolgen zeitintensive Handhackarbeiten. Somit stellt die Unkrautbekämpfung einen enormen Kostenfaktor dar.
Ziel ist es, den Handarbeitsaufwand durch neue Anbaumethoden und Technologien zu reduzieren. Hierbei können künstliche Intelligenz und autonome Robotersysteme einen wichtigen Beitrag liefern. Im Projekt Robo-BioRübe MV testet die operative Gruppe, bestehend aus den Projektpartnern CBC Anklam, Gut Ahrensberg und der KWS SAAT SE & Co. KGaA, den Einsatz autonomer Hackroboter auf Praxistauglichkeit im Anbau von Bio-Rüben. Speziell kommt der neuartige Unkrautbeseitigungsroboter namens Farming GT der Firma farming revolution zum Einsatz. Dieser arbeitet kamerabasiert und mithilfe künstlicher Intelligenz, sodass er Rüben von Beikraut unterscheiden kann. Ein weiteres Ziel des Projekts, welches vom 1. April – 31. Oktober 2022 läuft, ist es, die breitflächige Markteinführung des Hackroboters im ökologischen Zuckerrübenanbau in Mecklenburg-Vorpommern zu fördern.

Das Projekt wird mit 50.000 € aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und aus nationalen Mitteln gefördert.
Entwicklung des ländlichen Raums | EU-Kommission (europa.eu)
