Standortentwicklung

Cosun Beet Company ist bestrebt, die eigenen Standorte so effizient wie möglich für ihre Aktivitäten zu nutzen. Dabei werden selbstverständlich die Erwartungen für die Zukunft berücksichtigt: Erweiterungen der jetzigen Aktivitäten, neue Aktivitäten, doppelte Flächennutzung, beispielsweise für die Erzeugung erneuerbarer Energien, und auch die Möglichkeit, Kooperationspartner anzusiedeln.

Das kann mitunter zu der Notwendigkeit führen, Baugenehmigungen oder Bebauungspläne zu ändern, um bestehende Aktivitäten zu unterstützen, in anderen Fällen aber auch zu einem Verkauf an eine oder mehrere Parteien, die besser in der Lage sind, das betreffende Gelände zu entwickeln oder zu nutzen. Dementsprechend entwickelt Cosun Beet Company die Standorte der bestehenden Fabriken in Dinteloord (Nieuw Prinsenland) und Groningen (neben Westpoort), verkauft Teile der Gelände von ehemaligen Zuckerfabriken in Roosendaal und Puttershoek sowie ein Gebäude ihres Landwirtschaftsinstituts  in Bergen op Zoom.

Agro und Food Cluster Nieuw Prinsenland

Der AFC Nieuw Prinsenland in Dinteloord ist eine gemeinsame Initiative von Cosun Beet Company und der Tuinbouwontwikkelingsmaatschappij (Gartenbauentwicklungsgesellschaft). Hier wurde neben der bestehenden Zuckerfabrik ein Gewerbegebiet von 70 ha brutto für Unternehmen des Agrar- und Lebensmittelsektors und ein Gebiet für Gewächshäuser für große Unterglas-Gartenbaubetriebe von ca. 280 ha brutto entwickelt. Ziel dieses Clusterings ist es, die Chancen für Nachhaltigkeit durch Symbiose und Zusammenarbeit zwischen Unternehmen zu erhöhen. Die ersten vier Unternehmen haben sich angesiedelt. Es stehen noch Parzellen zwischen 2 und 10 ha zum Verkauf. Die zulässige Gebäudehöhe beträgt 40 m. Cosun hat ebenfalls ihr Innovationszentrum und Landwirtschaftsinstitut an diesen Standort verlegt. Außerdem wurde ein Gründerzentrum gebaut, um Demonstrationsfabriken und kleineren Start-ups und Scale-ups Flächen zwischen 500 bis 1000 m2 bieten zu können.

Die ersten Beispiele für die beabsichtigte Symbiose und Zusammenarbeit sind:

  • Die Wasserfabrik der Gewächshausbetriebe, die gereinigtes Prozesswasser der Zuckerfabrik weiter aufbereitet, sodass es als Irrigationswasser verwendet werden kann. Auch die Zuckerfabrik nutzt dieses zusätzlich aufbereitete Wasser für ihre Kessel. Das zusätzlich aufbereitete Wasser wird in unterirdischen Becken gespeichert.

  • Auf dem Gelände der Zuckerfabrik wurde die Installation von 4 Windturbinen mit jeweils 3,2 MWe in einem Cluster von insgesamt 12 ermöglicht. Pure Energie hat diese Windturbinen gebaut, betreibt sie und liefert die erzeugte nachhaltige Energie an die neue 150-kV-Station.

  • Ein Abwärmenetz ist in Vorbereitung. Auf diese Weise soll ermöglicht werden, dass die Gartenbaubetriebe die Abwärme der Zuckerfabrik und anderer Betriebe in der Umgebung nutzen können.

  • Sowohl das Gewerbegebiet als auch das Gebiet für Gewächshäuser haben einen eigenen Unternehmerverbund, der u. a. die Zusammenarbeit zwischen den ansässigen Unternehmen unterstützt.

Website Nieuw Prinsenland

Solarpark Puttershoek

Cosun Beet Company möchte möglichst nachhaltige Energie nutzen. Unsere Spezialitätenfabriken in Puttershoek und Roosendaal sind die ersten zwei Cosun-Werke, die ihren Stromverbrauch nunmehr mit Solarenergie decken. Im Sommer diesen Jahres realisierte Cosun Beet Company einen auf einem alten Industriegelände in Puttershoek liegenden Solarpark mit einer Größe von 17 ha. Von diesen 17 Hektar wurden 7 ha (die einer Spitzenkapazität von 9,7 Megawatt entsprechen) direkt an die Zuckerspezialitätenfabrik an diesem Standort angeschlossen. Die auf diesen 7 ha erzeugte Menge an Strom reicht für beide Spezialitätenfabriken im Allgemeinen aus. Nichtsdestoweniger bleiben die beiden Fabriken weiterhin am landesweiten Stromnetz angeschlossen, da diese 7 ha im Sommer zu viel und im Winter zu wenig Strom produzieren, um den täglichen Bedarf zu decken. Die übrigen 10 ha des Solarparks sind das Eigentum des Klimaatfonds Nederland und direkt an das landesweite Stromnetz angeschlossen. Der Klimaatfonds Nederland investiert in die Erzeugung von nachhaltiger Energie.

Wo andere Player in der europäischen Zuckerindustrie erst jetzt von Kohle auf Gas umsteigen, geht Cosun Beet Company bereits den nächsten Schritt auf dem Weg zum Energiewandel: nämlich von Erdgas auf Biogas und Solarenergie.

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